Felice Civitareale

Oberstleutnant Jean-Claude Braun

Oberstleutnant Jean-Claude Braun stammt aus einer Familie mit tief verwurzelter musikalischer Tradition: Sein Vater war Klarinettist bei der Großherzoglichen Militärmusik Luxemburg, seine Mutter stellvertretende Direktorin des Konservatoriums in Esch-sur-Alzette. Bereits mit 17 Jahren wurde er Solo-Hornist bei der Großherzoglichen Militärmusik. Seine musikalische Ausbildung setzte er am Königlichen Konservatorium in Brüssel fort, wo er mit 22 Jahren seinen Master of Music im Fach Horn erhielt. 

Parallel zu seiner Tätigkeit als Hornist in nationalen und internationalen Orchestern widmete sich Jean-Claude Braun intensiv der Pädagogik. 1997 übernahm er die Hornklasse am Konservatorium in Esch-sur-Alzette, wo er seit 2019 auch Orchester- und Ensembleleitung unterrichtet. Um seine Kompetenzen zu erweitern, trat er 2004 in die Dirigierklasse von Professor Jan Stulen am Konservatorium Maastricht ein und setzte sein Studium anschließend am Lemmens-Institut in Leuven bei Professor Edmond Saveniers fort. Dort erwarb er 2009 den Master of Music in Orchestra Conducting. 

Als gefragter Gastdirigent, Jurymitglied und Dozent bei Dirigierseminaren im In- und Ausland wurde er am 1. August 2012 zum Chefdirigenten der Militärmusik Luxemburg ernannt. Mit diesem professionellen Orchester leitet er jährlich rund 50 Konzerte. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche Produktionen für namhafte Verlage wie Hal Leonard, Amstel Music und Baton Music. Darüber hinaus arbeitete er mit international renommierten Solisten und Komponisten zusammen, darunter: Prof. Jo Alessi (USA), Prof. Armin Rosin (D), Prof. Jacques Mauger (F), Prof. Eric Aubier (F), Vladimir Cosma (F), Peng Peng Gong (CN), Glenn van Looy (B), Nuno Pinto (P), Philippe Schwarz (L), Ernie Hammes (L), Johnny Logan (UK), Max Mutzke (D), Tommy Verschoore (B), Johan de Meij (NL), Jan van der Roost (B), Ferrer Ferran (E), Marco Pütz (L), Otto M. Schwarz (A), Thomas Doss (A), Oscar Navarro (E), Mario Bürki (CH), Georges Sadeler (L), Tim Kleren (L), Peter Kleine Schaars (NL), Stephen Melillo (USA), Norbert Nozy (B), Toni Scholl (D), Dr. Jim Daughters (USA), Kevin Houben (B) und viele andere. 

Neben vielen anderen großen Gastdirigaten hatte Jean-Claude Braun die große Ehre, im Jahr 2024 in Schladming (AUT) sowohl das WYWOP – World Youth Wind Orchestra Project als auch das WAWOP – World Adult Wind Orchestra Project zu leiten. 

Jean-Claude Braun ist heute eine zentrale Persönlichkeit der luxemburgischen und internationalen Musikszene, die künstlerische Exzellenz, pädagogisches Engagement und Offenheit für zeitgenössische Musik vereint. 

Großherzogliche Militärmusik Luxemburg

Sinfonisches Blasorchester der Spitzenklasse

Die 1842 gegründete Großherzogliche Militärmusik ist das älteste Berufsorchester des Großherzogtums Luxemburg und zählt damit zu den wichtigsten Formationen, die zum musikalischen Erbe des Landes beitragen. Das große Blasorchester unter der Leitung von Oberstleutnant Jean-Claude Braun und mit Unterstützung von Leutnant Jean Thill besteht heute aus rund 60 Musikern luxemburgischer Nationalität und arbeitet regelmäßig mit renommierten Solisten, Komponisten und Verlagen zusammen. Als Musikformation, die auf besondere Weise mit Seiner Königlichen Hoheit, dem Großherzog, verbunden ist, steht die Militärmusik unter dem Befehl des Generalstabschefs der luxemburgischen Armee. Der musikalische Reichtum der Formation entspricht dem eines großen Blasorchesters von internationalem Rang.

Als Solist dabei ist der aus Luxemburg stammende und schon lang im Biberacher Teilort Ringschnait lebende Trompeter Felice Civitareale. Er ist bekannt durch seine Auftritte als Lead- oder Solotrompeter der 7-fach Grammy nominierten SWR BIG BAND, deren Mitglied er seit 20 Jahren ist. Seinen unverkennbaren Trompetensound findet man auf populären Tonträgern von Frank Farian (Boney M., Milli Vanilli, No Merci,) Lou Begas Album Mambo Nr. 5 oder CDs von Semino Rossi, Hansi Hinterseer und Engelbert Humperdinck. 

Von jeder Eintrittskarte gehen 5 € als Spende direkt an die Stiftung Kinder in Not Biberach.

Eintritt 24,50 bis 30 €